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„2be – in action“ 8. Dortmunder Teilhabetag (DoTT) 2016: Gelungene Fortführung des Theorie-Praxisaustauschs der Fakultät Rehabilitationswissenschaften mit dem Stiftungsbereich Bethel.regional

Rechtsanwalt Sebastian Tenbergen, Professor Christian Bühler und Professor Inmar Steinhart in der Diskussion während der Veranstaltung

Auch in diesem Jahr konnte das gemeinsame Fachforum der Forschungsstelle Teilhabe (ForTe) der Fakultät Rehabilitationswissenschaften mit ihrem Kooperationspartner, der Stiftung Bethel, Stiftungsbereich Bethel.regional, erfolgreich fortgesetzt werden. Etwa 70 Gäste folgten der Einladung in die Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) in Eving.

Jedes Jahr werden am „Dortmunder Teilhabe-Tag“ Themen aufgegriffen, die sich mit der Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen beschäftigen. Wie der Titel bereits verrät, stand auch das Thema ‚Teilhabe’, insbesondere die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Fokus! Zusammen konnten sich Fachleute des Stiftungsbereichs, Mitglieder der Fakultät 13 und Interessierte anderer Institutionen zu diesem Thema weiterbilden. Gemeinsam begrüßten Prof. Dr. Christian Bühler (Fakultät Rehabilitationswissenschaften, ForTe, Lehrgebiet Rehabilitationstechnologie) und Prof. Dr. Ingmar Steinhart (Bethel.regional) sowie Dr. Bastian Pelka (Sozialforschungsstelle Dortmund) die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des “DoTT“.

Einführend präsentierte Prof. Dr. Ingmar Steinhart (Institut für Sozialpsychiatrie n der Universität Greifswald & Bethel.regional) eine qualifizierte Teilhabeberichterstattung, welche so bundesweit noch nicht existiert. Präsentiert wurden erste Ergebnisse einer Befragung von Menschen mit Behinderungen, mit dem Forschungsziel, Erkenntnisse über Lebenslagen und Entscheidungsspielräume zu erlangen. Diese gaben Aufschluss darüber, wie die Befragten ihre jeweiligen Teilhabechancen individuell wahrnehmen. TeilnehmerInnen der Studie des Forschungsverbundes BAESCAP (Bewertung aktueller Entwicklungen der sozialpsychiatrischen Versorgung auf Basis des Capabilities Approachs und der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen) waren KlientInnen von Bethel.regional.

Zuhörer beim Vortrag von Professor Steinhart

Wichtige Aspekte wie individualisierte Unterstützungsbedarfe, Selbst- und Mitbestimmung und Prävention vor Rehabilitation sowie der Zugang zu Bildung, Arbeit und natürlich zur sozialen Teilhabe sind zunehmend relevant für Menschen mit Behinderungen. In diesem Sinne referierte RA Sebastian Tenbergen LL.M. (Jurist und Referent für Sozialpolitik und Sozialrecht beim bvkm - Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e. V.) im zweiten Teil, zu den neuen Änderungen des Bundesteilhabegesetzes und dem Pflegestärkungsgesetz III. Die vollständige und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist noch lange nicht erreicht. Das Bundesteilhabegesetz könnte ein wesentlicher Meilenstein zur Verbesserung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen sein. Vor diesem Hintergrund ging RA Sebastian Tenbergen LL.M. auf Regelungen, Bewertungen und Perspektiven ein und gab Beispiele, wie unter anderem ein ‚Rechenexempel des Werkstatteinkommens’. Er konnte den TeilnehmerInnen des „DoTT“ hiermit das aktuell stark diskutierte Thema näher bringen. Die von Herrn Fallenstein (Bethel.regional) im Anschluss an die Vorträge geleitete Diskussion bot Raum zum Austausch. Individuelle Interessensfragen von Menschen mit und ohne Behinderungen konnten somit beantwortet werden. So kam es auch in diesem Jahr wieder zu einem spannenden Austausch, indem eigenen Erfahrungen von allen beteiligten Akteuren im Diskurs ihren Platz fanden.

Teilnehmer werden zu ihren Meinungen befragt

Der erwünschte Transfer zwischen Forschung und Praxis verdeutlicht, dass eine noch engere zukunftsorientierte Zusammenarbeit und somit auch die Fortführung des Dortmunder Teilhabetags notwendig und erstrebenswert sind.

Für das Wohlbefinden sorgte in diesem Jahr das Café Spezial der “Werkstatt Über den Teichen“.

Unser Dank gilt allen TeilnehmerInnen, den ReferentInnen sowie allen Kooperationspartnern.